IJFD in Rumänien

Casa Rozei: Sozialpädagogische Arbeit

Land
Rumänien
Region
Prahova
Laufzeit
12 Monate
Freiwilligenform
IJFD
Trägerverein
Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. 

Anforderungen an den Freiwilligen

Auswahlkriterien: Die Freiwilligen müssen einen ausgeprägten Verantwortungssinn mitbringen. Außerdem sollten sie englisch oder französisch sprechen, um sich mit ihren Mentoren zu verständigen und bereit sein, die rumänische Sprache zu erlernen, um mit den Betreuungspersonen und andere Gemeinschaftsmitgliedern kommunizieren zu können. Es wird empfohlen, sich vor der Anreise mit Lernmaterial und Wörterbuch auszustatten. Gern gesehen sind musikalische oder handwerkliche Fertigkeiten, jedoch besitzt die Einrichtung kein Klavier und nur wenige Instrumente, sodass die Freiwilligen ihr eigenes Material mitbringen müssten. Diejenigen, die dem Reparatur- und Instandhaltungsprogramm zugeordnet werden, sollten über Kenntnisse im Schreinern, Klempnern, Malen, Polstern o. ä. verfügen.

Casa Rozei ist eine Lebensgemeinschaft für Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Die meisten von ihnen haben keine Familie. Die fünf Häuser, das Tagescenter und die Werkstätten befinden sich über die kleine Stadt Urlati verteilt. Momentan werden 50 Personen von 35 Festangestellten betreut. Das ganze Jahr über werden Tätigkeiten in den Bereichen Hausarbeit, Küche, Wäscherei, Bäckerei, Reparatur und Instandhaltung durchgeführt, saisonal dazu noch Gartenarbeit, Weinanbau sowie Workshops zu den Themen Handarbeit, Knüpfen, Weben, Kerzenherstellung und Holzarbeit angeboten. Die Einrichtung liegt im Bezirk Prahova, am Eingang zum Tal, das zu den Karpaten führt und 70 km nördlich der Hauptstadt Bukarest. Das Klima ist gemäßigt kontinental mit kalten Wintern und heißen Sommern. Die Wirtschaft der Stadt basiert auf Ölfeldern, Weinanbau und Handel. Infrastruktur und wirtschaftliche Bedingungen sind schwach und der Lebensstandard niedrig.

Aufgaben des Freiwilligen/Tagesablauf:
Die Freiwilligen sollen den Betreuern und Teilnehmern in Lebens- und Arbeitssituationen zur Hand gehen und ihre eigenen Begabungen und Kompetenzen zum Einsatz bringen (Musikinstrumente, Kunst, Handwerk). Des Weiteren können sie bei Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten mithelfen.
Das Wohnheim ist das ganze Jahr über Vollzeit geöffnet.

Die tägliche Routine sieht wie folgt aus:
7.00 Uhr bis 9.00 Uhr Aufstehen, Frühstück, Haushalt, Haustierpflege
9.00 Uhr bis 10.00 Uhr Morgenversammlung
10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Arbeitstätigkeit
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr Mittagspause
15.00 Uhr bis 19.00 Uhr Arbeitstätigkeit
19.00 Uhr bis 22.00 Uhr Abendessen, Abendaktivitäten
Je nach Schicht (7h00 bis 15h00/15h00 bis 22h00/22h00 bis 7h00), decken die Freiwilligen alle Bereiche im Lebens- und Arbeitsalltag ab. Sie werden einem Haus zugeordnet und bekommen verschiedene Arbeitsaufträge zugewiesen. Alle Freiwilligen arbeiten unter vergleichbaren Bedingungen. Das Verhältnis Freiwilliger-Betreuungsperson ist niedrig, es findet eher Gruppen- als Einzelarbeit statt. Freiwillige, die hauptsächlich für Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten eingesetzt werden, arbeiten mit Betreuungspersonen und anderen Freiwilligen zusammen, je nach Arbeitsauftrag. (Die Freiwilligen unterliegen denselben Vertragsbedingungen wie die Festangestellten, in Bezug auf Hausregeln, Verhaltenskodex, Einhalten der Rechte und Pflichten von Betreuungspersonen, Beschwerdeprozedere, etc.)

Unterkunft/Verpflegung:
Die Freiwilligen sind normalerweise in Einzelzimmern im Haus einer Lebensgemeinschaft oder in einem Pavillon neben dem Hauptgebäude untergebracht. Für den Fall, dass gleichzeitig mehrere Freiwillige anwesend und nur noch Mehrbetträume zur Verfügung sind, müssten sich zwei Freiwillige ein Zimmer teilen. Die Badezimmer teilen sich die Freiwilligen mit den anderen Hausbewohnern. Die Hauptmahlzeiten werden zusammen mit den Hausbewohnern eingenommen (Spezielle Ernährungswünsche, z. B. Vegetarisch, werden berücksichtig, medizinische Aspekte können besprochen werden).
In der Einrichtung gibt es eine Bücherei, Computer- und Internetzugang können arrangiert werden. Außerhalb der Einrichtung haben die Freiwilligen die Möglichkeit, einkaufen zu gehen, Restaurants, Internetcafés, Parks und orthodoxe Kirchen zu besuchen. Weitere kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nähe, z. B. die Städte Ploiesti und Bukarest, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können. Das Karpatengebirgsressort, das Schwarze Meer oder das Donau-Delta bieten sich für Kurztrips an.

Wenn dir diese Stelle gefällt, bewirb dich bitte direkt beim Träger:
-> Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.